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„Pest, Cholera oder Pocken“ Die Auswahlmöglichkeiten zum Umgang mit der Asse II

Am Mittwoch, den 3.3.2010, informierte Herr Pinkert vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Humboldt-Gymnasium vor ca. 200 Physik-, Politik-, Chemie- und SeminarfachschülerInnen der Jahrgänge 11 - 13 über das Endlager Asse II. Sowohl die Probleme als auch die Schließungsoptionen der Schachtanlage Asse wurden vermittelt.

Herr Pinkert erläuterte zunächst die Gefahren des maroden Endlagers. So laufen einige Kammern im unteren Bereich der Schachtanlage täglich mit bis zu 12 000l Wasser voll und das gesamte Bergwerk ist einsturzgefährdet. Ein weiteres Problem sind die lückenhaften Kenntnisse über den eingelagerten Müll. Neben schwach- und mittelradioaktivem Müll aus Atomkraftwerken liegen dort z.B. auch Affenkadaver und Menschen begraben, wohl kontaminiert aufgrund eines Kraftwerksunfalls. 

Vorgestellt wurden die Schließungsoptionen Vollverfüllung, Umlagerung und Rückholung. Für die letztere Version entschied sich das Bundesamt für Strahlenschutz, wobei es sich nach Pinkert um eine Auswahl zwischen „Pest, Cholera oder Pocken“ handele. Die Rückholung gestalte sich als äußerst unsicher, teuer und zeitaufwändig. Die Bevölkerung wäre einer erhöhten Strahlendosis ausgesetzt und die Aktion würde länger als 10 Jahre dauern. Dennoch erscheine diese Option unter Beachtung der Langzeitsicherheit als die sinnvollste.

Um die derzeitige Sicherheit zu gewährleisten, wird die Asse II mittels Verfüllungen stabilisiert. Das einlaufende Wasser wird größtenteils abgefangen. „Die Sicherheit kann sich von heute auf morgen ändern“, so Pinkert.

 Zum Schluss appellierte Herr Pinkert daran, für das Thema sensibel zu bleiben. Er forderte eine transparente, ergebnisoffene Endlagersuche unter Einbezug anderer Gesteinsschichten. Auch Transparenz und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger müsse gewährleistet werden. Gorleben, ebenfalls ein Salzbergwerk, sei bedenklich.

Entgegen dieser Empfehlung lässt die Bundesregierung nur an Gorleben forschen, als Standorterkundung nach geltendem Bergrecht und damit ohne Bürgerbeteiligung.

 

Verfasserin: Svenja Schurade (Schülerin des 13. Jahrgangs am Humboldt-Gymnasium), 05.03.2010