Am Humboldt-Gymnasium Gifhorn ist gelebte Gemeinschaft kein Schlagwort, sondern Alltag. Rund 20 engagierte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 13 haben in den vergangenen Monaten eindrucksvoll gezeigt, was Zusammenhalt bedeutet: Im Rahmen des Projekts „Schüler helfen Schülern“ investierten sie freiwillig ihre Zeit, um zwei neu zugewanderten Mitschülern aus den USA den Einstieg in die deutsche Sprache zu erleichtern.
Während die älteren Jugendlichen aus den Jahrgängen 11 bis 13 ihre Freistunden nutzten, engagierten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 zusätzlich am Nachmittag – nach dem regulären Unterricht. Mit viel Geduld, Kreativität und persönlichem Einsatz gestalteten sie einen kontinuierlichen Deutsch-als-Zielsprache-Unterricht, der weit über klassische Nachhilfe hinausging. Ziel war es, den beiden Neuen nicht nur sprachliche Grundlagen zu vermitteln, sondern ihnen auch das Ankommen im Schulalltag zu erleichtern.
Zwischen November und Ende Januar arbeiteten die Lernteams strukturiert zwei Lernhefte sowie ein Kursbuch mit zugehörigem Arbeitsbuch für das Niveau A0 bis A1 durch. So konnten die beiden Schülerinnen beziehungsweise Schüler in kurzer Zeit wichtige Grundlagen für Alltag und Unterricht erwerben. Ergänzt wurde die Schüler-Nachhilfe durch zusätzlichen Unterricht bei Lehrkräften sowie die Arbeit mit dem digitalen Lernprogramm „Deutschfuchs“, wodurch das Gelernte weiter vertieft wurde.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die beiden neuen Mitglieder der Schulgemeinschaft haben schnell sprachliche Sicherheit gewonnen und fühlen sich zunehmend zuhause. Gleichzeitig wuchs auch bei den Helfenden das Bewusstsein dafür, wie wertvoll gegenseitige Unterstützung ist.
Das Projekt ist damit ein starkes Beispiel für Verantwortungsbereitschaft, Empathie und Teamgeist – Werte, die am Humboldt-Gymnasium Gifhorn sichtbar gelebt werden. Die Schule kann stolz auf diese Initiative und ihre engagierten Schülerinnen und Schüler sein.
