Informatik ist weit mehr als die reine Anwendung von Computerprogrammen oder das Erlernen einzelner Softwareprodukte wie Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. Während solche Anwendungen zur digitalen Grundbildung gehören, beschäftigt sich das Fach Informatik grundlegend mit den Prinzipien, nach denen digitale Systeme funktionieren. Es geht darum zu verstehen, wie Probleme systematisch analysiert und mithilfe von Algorithmen und Programmen gelöst werden können, wie Daten verarbeitet werden und wie Computer und Netzwerke aufgebaut sind. Informatik vermittelt somit Denk- und Arbeitsweisen, die unabhängig von einzelnen Programmen oder technischen Trends sind.
Am Humboldt-Gymnasium Gifhorn ist die Informatik ein zentrales Zukunftsfach und ein wichtiger Bestandteil der schulischen Allgemeinbildung. Der Informatikunterricht zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, digitale Technologien nicht nur zu nutzen, sondern sie zu verstehen, kritisch zu reflektieren und aktiv mitzugestalten. Dabei wird ein nachhaltiges Grundlagenwissen aufgebaut, das über kurzfristige Softwarekenntnisse hinausgeht.
Im Unterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler schrittweise Kenntnisse in Bereichen wie Algorithmik und Programmierung, Daten und Datenstrukturen, digitale Kommunikation sowie Aufbau und Funktionsweise von Informatiksystemen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von logischem Denken, Problemlösefähigkeit und strukturiertem Vorgehen. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander: Informatik wird nicht nur erklärt, sondern durch eigenes Ausprobieren, Programmieren und Experimentieren erfahrbar gemacht. Die Inhalte orientieren sich an den curricularen Vorgaben des Landes Niedersachsen und sind altersgerecht aufgebaut.
Darüber hinaus leistet das Fach Informatik einen wichtigen Beitrag zur Medienbildung und Persönlichkeitsentwicklung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Technologien verantwortungsbewusst zu nutzen, Chancen und Risiken zu erkennen und informierte Entscheidungen in einer zunehmend digitalisierten Welt zu treffen. Damit bereitet der Informatikunterricht am Humboldt-Gymnasium Gifhorn nicht nur auf mögliche Studien- und Berufswege im MINT-Bereich vor, sondern stärkt grundlegende Kompetenzen für eine aktive und mündige Teilhabe an der modernen Gesellschaft.
Das Humboldt-Gymnasium hat sich bereits 2015 bewusst dazu entschieden, das Schulfach Informatik ab der achten Klasse in der SEK I für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich einzuführen.
In der Sekundarstufe I unterrichten wir Informatik in Jahrgang 8 einstündig und in Jahrgang 9 und 10 jeweils zweistündig. Seit dem Schuljahr 2023/24 bieten wir zudem Medienbildung in den Jahrgängen 5 und 7 an.
Im Jahrgang 11 kann Informatik als zweistündiges Fach gewählt werden. In der Sekundarstufe II besteht die Möglichkeit, Informatik als Prüfungsfach zu wählen (drei- bzw. fünfstündig).
Die Fachgruppe Informatik am Humboldt-Gymnasium setzt sich im Schuljahr 2025/26 aus vier Lehrerinnen und drei Lehrern zusammen: Frau Brähmer, Frau Dr. Eickhoff-Schachtebeck, Frau Knaus und Frau Schattschneider sowie Herr Bausch, Herr Graef und Herr Mussehl. Da das HG Ausbildungsschule des Studienseminars Wolfsburg ist, absolvieren regelmäßig Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst bei uns, derzeit Herr Jahnke und Herr Hillebrand.
Stand 02/2026
Das HG nimmt regelmäßig am Infomatik-Biber teil.
Der Wettbewerb Informatik-Biber findet in jedem Jahr Mitte November statt. Er ist eine Initiative der Gesellschaft für Informatik e.V., des Fraunhofer-Verbunds IuK-Technologie und des Max-Planck-Instituts für Informatik und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Am Wettbewerb nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Informatikkurse und -arbeitsgemeinschaften teil.
Beim diesjährigen Wettbewerb „Informatik-Biber“ erzielten Schüler des Humboldt-Gymnasiums beachtliche Erfolge: Vier Teilnehmende erreichten einen ersten Preis, sieben weitere wurden mit einem zweiten Preis ausgezeichnet.
Welcher Weg führt am schnellsten ans Ziel? Wie lassen sich Informationen so ordnen, dass ein bestimmtes Muster entsteht? Und nach welchen Regeln arbeitet eigentlich ein Computer, wenn er Entscheidungen trifft? Mit solchen und ähnlichen Fragestellungen mussten sich die Teilnehmenden innerhalb von 45 Minuten beim Wettbewerb auseinandersetzen. Gefragt waren logisches Denken, genaues Lesen und die Fähigkeit, Probleme Schritt für Schritt zu analysieren. Die altersgerechten Aufgaben kommen ohne Programmierkenntnisse aus und zeigen, wie vielfältig und spannend informatisches Denken im Alltag sein kann.
Optische Codes wie Barcodes oder QR-Codes begegnen uns mittlerweile überall. Die SuS der 10B haben im Rahmen des Informatikunterrichts einen Ausflug zu Schütte gemacht, wo Ausbilderin Frau Maretzki deren Warenwirtschaftssystem vorgestellt hat.
Die Schüler durften selbst den Barcode-Scanner in die Hand nehmen...