Am 17. Februar 2026 besuchte der 8. Jahrgang unseres Werte- und Normenkurses der Klassen 8 C, D und E zusammen mit Frau Gorke die Moschee am Bahnhof in Gifhorn (Türkisch Islamischer Kultur Verein e.V.) im Rahmen des Themas „Weltreligionen“. Ziel des Besuchs war es, die Moschee kennenzulernen und mehr über den Islam, seine Abläufe und Traditionen zu erfahren.
Die Moschee wurde ursprünglich von türkischen Muslimen gegründet. Heute ist sie ein Ort der Begegnung für Menschen verschiedener Herkunft. Die Gemeinde gehört überwiegend der sunnitischen Glaubensrichtung an.
Direkt im Eingangsbereich befindet sich eine Liste mit Namen von kranken oder verstorbenen Menschen, damit ihrer im Gebet gedacht wird.
Im Mittelpunkt unseres Besuchs stand der große Gebetsraum. Dort befindet sich die Gebetsnische, die nach Mekka ausgerichtet ist, damit alle Gläubigen beim Gebet in dieselbe Richtung beten. Außerdem gibt es eine Predigtkanzel. Von dort aus hält der Imam (religiöser Vorbeter und Prediger) die Freitagsansprache, die auch „Kudba“ genannt wird. Diese Predigt behandelt wichtige religiöse Themen und Fragen des Alltags. Das Freitagsgebet ist für Männer verpflichtend und hat im Islam eine besondere Bedeutung. Im großen Gebetsraum gibt es zusätzlich eine sogenannte Dikka. Wenn die Stimme des Imams nicht bis in die hinteren Reihen reicht, werden seine Worte von dort wiederholt, damit alle sie hören können. Heute wird dies meist durch Mikrofone unterstützt.
Es gibt außerdem einen abgetrennten Frauenbereich.
Ein wichtiger Bestandteil der Moschee ist die Koran- und Arabischschule für Kinder. Dort lernen sie die Grundlagen des Korans und der arabischen Sprache. Der Unterricht wird durch Beiträge der Eltern, durch Spenden der Gemeinde sowie durch ehrenamtliche Mitarbeit ermöglicht.
Der Besuch war für uns sehr lehrreich. Wir konnten die Räume kennenlernen, die Abläufe beim Gebet beobachten und vieles über die Traditionen, das Freitagsgebet und die Angebote für Kinder erfahren.
Zeynep Karakas, Doaa Aldeek, Jwana Alomari

