Erneut nahmen Ende Januar 2026 Lernende unserer 10. Jahrgangsstufe an einem digitalen Planspiel zur Arbeit des Europäischen Parlaments teil.
In einer realitätsnahen Simulation „The Virtual Role Play Game“ des Europäischen Parlaments schlüpften die Schüler*innen in die Rolle von Europaabgeordneten verschiedener Fraktionen und verhandelten über politische Maßnahmen zum Thema „Greener Food for Europe“. Ziel war es, im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens einen Kompromiss zu finden, der sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Interessen berücksichtigt.
Das Planspiel bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, die parlamentarische Arbeit nicht nur kennenzulernen, sondern aktiv zu erfahren. Sie erlebten direkt, wie komplex demokratische Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene sein können und wie viel Kommunikation, Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft nötig sind, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Nach Abschluss des Verfahrens mussten sich die Lernenden auch mit einem simulierten Bevölkerungsecho hinsichtlich der getroffenen politischen Entscheidungen auseinandersetzen. Dies verdeutlichte auch, wie schwierig es für politische Akteure oft ist, den Erwartungen verschiedener Bevölkerungsgruppen europaweit gerecht zu werden.
Das praktische Erfahren der politischen Arbeit des EU-Parlaments ermöglichte den Schüler*innen ein vertieftes Verständnis der zuvor als Halbjahresthema theoretisch erlernten europäischen demokratischen Strukturen und Abläufe.
Das mit der Übernahme der Rolle als Europaparlamentarier verschiedener EU-Länder verbundene Denken und Argumentieren aus Sicht unterschiedlicher politischer Fraktionen wurde von den Teilnehmenden außerdem als bereichernd wahrgenommen.
Durch die aktive Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen der europäischen Politik wurde deutlich, wie wichtig politische Bildung und europäisches Engagement gerade für Heranwachsende sind. Das Planspiel war somit ein nachhaltiger Beitrag zur Förderung europäischer Demokratiekompetenz.
